Die Slowakei

ein Land in der Europäischen Union


Mníšek nad Hnilcom




Einsiedel an der Göllnitz

eine Landgemeinde in der
Region Unterzips

Landkreis Gelnica
Verwaltungsbezirk Košice
in der Ost-Slowakei

Titelbild:
Blick vom Spitzenberg,
dem Hausberg Einsiedels,
auf die Ortsmitte (31.12.2006)

NOTRUF

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Geographische Lage

Geograficka poloha    48° 48,2370'  nördl. Breite   -   20° 48,2754'  östl. Länge

Zur   Übersichtskarte der Gemarkung Mníšek nad Hnilcom   hier klicken


Blick von Südosten (Uho¾ ná cesta) auf Einsiedel   -  (Foto: Kujnisch)


Obere Karte :
 
Die acht Verwaltungsbezirke der Slowakischen Republik. 
Im Südosten der Bezirk Kaschau
/ Košice mit der etwaigen Lage der Kreisstadt Gelnica / Göllnitz und der hier vorgestellten Gemeinde Mníšek nad Hnilcom / Einsiedel an der Göllnitz.

Untere Karte : 
Der Verwaltungsbezirk Kaschau
Die vier Stadtkreise von Kaschau und weitere sieben Landkreise. Im mittleren Teil des Kreises Göllnitz (hier blau markiert) liegt die Gemeinde Mníšek nad Hnilcom.
Die Göllnitz
(früher auch Gniletz oder Gillenz) ist der Fluß, der die Unterzips in West-Ost-Richtung durchquert, und diese Region gleichsam in zwei Hälften teilt. Sie wird slowakisch Hnilec genannt, entspringt auf 1775 m Höhe am nördlichen Hang der 1946 m hohen Kra¾ova ho¾a (Königs-Alm) - des höchsten Berges der östlichen Niederen Tatra - und führt auf 88,9 Km Länge in einem malerischen Tal mit teilweise engen Schluchtabschnitten z.B. der Stratenská užina (der Landenge von Stratená), entlang des Slowakischen Paradieses, dann durch den Palcmanská-Stausee bei Dedinky und durch die Wälder der Volovské vrchy (Mitteleuropas größtem zusammenhängenden Waldgebiet) nach Osten. Ab Nalepkovo (Wagendrüssel) - auf 538 m Höhe - weitet sich das Tal, nimmt bei Mníšek (Einsiedel) - ca. 400 m - den Schmöllnitz-Bach auf, führt bei Prakovce (Prackendorf) nochmals durch eine Talenge, um bei Gelnica (Göllnitz) in die Ebene des Unterlaufs überzugehen. Nach etwa 8 km mündet sie bei Margecany (Margarethen) im Ružín-Stausee auf 320 m Höhe in den Hornád (Kundert). Insgesamt entwässert die Göllnitz eine Fläche von 654 km/2.
Das Göllnitz-Tal
ist das östliche Teilstück einer markanten Trennlinie in den Mittelslowakischen Karpaten, die sich nach Westen bis Banská Bystrica (Neusohl)  durch die ebenfalls am Kra¾ova ho¾a entspringende Gran (Hron) fortsetzt. Insgesamt ist diese Linie rund 200 km lang.
Auf der gesamten Länge des Göllnitz-Flusses - vom Bahnhof Vernar (dem höchstgelegenen Bahnhof der Slowakei) bis Margarethen - begleitet die Bahnstrecke Èervena Skala (Rotenstein) - Margecaný (Margarethen) den Fluß - eine sehenswerte und romantische Strecke.
Mníšek
liegt am Mittellauf des Göllnitz-Flusses, "in den Gründen". Der Ort liegt sehr zentral im östlichen Teil des "Slowakischen Erzgebirges" (Slovenská rudohorie), dem Zipser Erzgebirge, wie diese Landschaft aufgrund ihrer fast tausendjährigen Bergbau-Tradition auch genannt wird; alle größeren Städte sind rundum mindestens 40 Km entfernt. Die Berge der das Tal flankierenden Gebirgskämme sind durchweg um 1000 bis 1200 m hoch  - der südliche Kamm etwas höher -  und dicht bewaldet.
Die Gemeinde
wird im Norden von dem Gebirgszug der Hnilecké vrchy (Göllnitz-Berge) begrenzt, im Grenzbereich der Gemarkung auf dem Kamm bestehend aus dem Adlerbrunnenberg (Purdove) mit 1049 m, dem Löwenberg mit 849 m, dem Rabenkopf (Havrania hlava) mit 1022 m, verbunden durch den Kammweg Nr. 5750; auf der Südseite des Göllnitztales, im Südosten von den Bergen Räuberstein (Zbojnické skala) mit 1147 m, und Kloptanne (Kloptaò), 1155 m. Der von Südwesten kommende Schmöllnitz-Bach trennt die Bergkette der Südseite. Westlich dieser beiden Berge liegt direkt über Einsiedel der Hausberg des Dorfes, der Spitzenberg (mantak. "Špicnpeak" oder slov. "Ostrý vrch") mit 670 m Höhe (siehe Bild)
Einsiedel ist ein Straßendorf.
Vom Ortsmittelpunkt führen drei jeweils etwa 1,5 Km lange Straßen zu den drei Ortsenden. Die meisten der etwa 700 Häuser Einsiedels liegen mit der Frontseite zur Straße, dahinter dehnt sich das meist sehr lange und sehr schmale Gartengelände. Die Straßen führen nach Westen talaufwärts nach Švedlár (Schwedler), nach Süden in Richtung Smolník (Schmöllnitz), in östlicher Richtung nach Gelnica (Göllnitz). Die Straßen haben keine Bezeichnungen und die Häuser demgemäß keine diesbezüglichen Hausnummern, sie sind nach dem Kataster durchnumeriert - ein besonderes Schmankerl für auswärtige Notdienste, die es meist besonders eilig haben, oder für Kundendiener. Einige kleine Stichstraßen - ebenfalls ohne Namen - gibt es inzwischen auch. Die Gegend, die nach Südosten zum Landwirtschaftsbetrieb Družba hin liegt, nennt man "Im Winkel" (Vinkl, Uho¾).
Zigeuner-Siedlungen
Es gibt  eine sehr "malerische" Siedlung u.a. mit zwei Armeezelten, beim Bahnhof, mitten auf der Wiese rechts der Göllnitz. Die dortigen Bewohner sind sehr gewöhnungsbedürftig. Sowie eine solche außerhalb des Dorfes oberhalb der Häuser an der Schmöllnitzer Straße, das so genannte "Mexiko".
(Hier ein Pendant aus der süddeutschen Nachkriegszeit, als viele ungebetene "Gäste" bei den Alteingesessenen ankamen, genannt "Mexikaner" = 'smegsikaaner = es mag sie keiner.)

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